| Kurzinhalt

Constantin Floros:
Das vorliegende Beethoven-Buch ist
Dokumentation und Interpretation
ineins. Es beeindruckt durch seine
Material- und Gedankenfülle sowie
durch seinen interdisziplinären
Ansatz.
Erika Schuchardt begnügt sich nicht mit psychologischen, soziologischen und religiösen Erörterungen,
sondern bezieht auch die bildnerische und die verbale Rezeptionsgeschichte in ihre Überlegungen ein. In
mehreren Schritten sucht sie den Lebens- und Schaffensweg Beethovens vom Heiligenstädter Testament
bis zur Neunten Symphonie als einen Sprung von der
Krise zur Kreativität, als Überwindung des Leids und
als Bekenntnis zur Humanität zu deuten.
Erika Schuchardt entwickelt ein Komplementär
Modell zur Bewältigung von Lebenskrisen für die
Person und für die Gesellschaft in acht Spiralphasen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen aus weltweit
6000 Auto-/Biographien und rd. 50 Bildungs-Pilotprojekten führen zu Einsichten, die uns hoffnungsvoll stimmen. Denn sie macht deutlich, dass das Leid
der von einer Krise betroffenen Menschen auch eine
Herausforderung für die Gesellschaft, für die noch
nicht Betroffenen ist.
Die originellen Fragestellungen, der methodische
Ansatz, das psychologische Einfühlungsvermögen,
die aufgestellten und geistreichen Hypothesen sind
neu und deshalb geeignet, die Diskussion um einen
der bedeutendsten Menschen und Künstler der
Menschheitsgeschichte neu zu entfachen.
Dieses Buch sollte in der Bibliothek jedes Beethoven-Freundes und jedes gebildeten Menschen stehen.

|